DIAHON entwickelt und fertigt Sonder-Honwerkzeuge für Bohrungen und Bauteile, die sich mit standardisierten Werkzeugkonzepten nicht wirtschaftlich oder prozesssicher bearbeiten lassen. Die Konstruktion wird auf Zeichnung, Bohrungsgeometrie, Werkstoff, Bearbeitungsaufmaß, Toleranzen und die geforderte Oberflächenstruktur abgestimmt.
Zum Spektrum gehören Schalen-Honwerkzeuge für unterbrochene Bohrungen, Koaxial- und Stufen-Honwerkzeuge für mehrere Durchmesser, Schwenkleisten-Honwerkzeuge für Sacklöcher sowie Tandem-Honwerkzeuge für gekoppelte Bohrungen. Auch Kombinationen dieser Prinzipien und anwendungsspezifische Sonderkonstruktionen sind möglich.
Typische Anforderungen an individuelle Honwerkzeuge sind:
Tandem-Honwerkzeuge bearbeiten zwei räumlich getrennte oder funktional zusammengehörende Bohrungsbereiche in einem abgestimmten Prozess. Ein typisches Einsatzgebiet ist das Honen von Radgabeln. Werkzeugaufbau, Führung und Honleistenauslegung werden so gewählt, dass beide Bearbeitungsbereiche zuverlässig erreicht und die geforderten Maß- und Formtoleranzen eingehalten werden.
Die Anwendungstechniker von DIAHON legen Werkzeugprinzip, Honleisten, Führungselemente, Aufweitung und Anschluss passend zum Bauteil und zur Maschine aus. Die Sonder-Honwerkzeuge können für Maschinensysteme unter anderem von GEHRING, NAGEL, KADIA, SUNNEN, Delapena, Nissin, Fuji und Bates ausgeführt werden.
Für eine technische Bewertung sind eine Bauteilzeichnung sowie Angaben zu Werkstoff, Ausgangsbohrung, Aufmaß, Toleranzen, Oberfläche und vorhandener Maschine hilfreich. Senden Sie Ihre Anfrage bitte an werkzeug[at]diahon.de.
Schalen-Honwerkzeuge spielen ihre Vorteile bei stark unterbrochenen Bohrungen aus. Typische Beispiele sind Zweitaktzylinder mit offenen Überströmkanälen, Bohrungen mit Längsnuten sowie Hydraulikrohre mit Drall aus der Vorbearbeitung.
Die großflächigen Schalensegmente werden an Durchmesser und Kontur der Bohrung angepasst. Sie überdecken die Unterbrechungen und führen das Werkzeug auch dann sicher, wenn einzelne Bereiche der Bohrungswand fehlen. Dadurch lassen sich Form und Oberfläche kontrolliert bearbeiten, ohne dass die Honleisten in Kanäle oder Ausschnitte einhaken.
Je nach Bauteil werden Zwei-, Drei- oder Mehrschalen-Ausführungen eingesetzt. DIAHON stimmt Segmentgeometrie, Honbelag, Zustellung und Werkzeuganschluss auf Werkstoff, Aufmaß und Maschinenkonzept ab.
Koaxial-Honwerkzeuge, auch Stufen-Honwerkzeuge genannt, bearbeiten zwei oder mehr unterschiedliche Bohrungsdurchmesser mit einem Werkzeug. Die Honbereiche sind auf der gemeinsamen Werkzeugachse angeordnet und werden konstruktiv auf die jeweilige Stufe abgestimmt.
Die gleichzeitige oder unmittelbar aufeinanderfolgende Bearbeitung verbessert die Prozesssicherheit und unterstützt enge Anforderungen an die Koaxialität. Gleichzeitig lassen sich Werkzeugwechsel und Nebenzeiten reduzieren. Das ist besonders vorteilhaft bei Bauteilen, deren Funktionsflächen exakt zueinander ausgerichtet sein müssen.
Abhängig von Bauteil und Prozess können die Honbereiche mit galvanisch belegten Hülsen, austauschbaren Honleisten oder einer kundenspezifischen Kombination ausgeführt werden.
Bei Sacklochbohrungen ist die Zylindrizität am Bohrungsende häufig besonders anspruchsvoll. Schwenkleisten-Honwerkzeuge stellen die Honleisten gezielt am unteren Ende des Werkzeugkörpers zu. So kann der Bereich nahe dem Bohrungsgrund stärker bearbeitet und eine konische oder tonnenförmige Abweichung korrigiert werden.
Dieses sogenannte Freihonen wird auf Bohrungstiefe, Auslauf, Aufmaß und Werkstoff abgestimmt. Nach der Formkorrektur folgt in der Regel eine Bearbeitung mit einem regulär zylindrisch aufweitenden Honwerkzeug. Dadurch werden die Oberfläche vereinheitlicht und die geforderten Endmaße reproduzierbar erreicht.
DIAHON legt Schwenkwinkel, Honleistenlänge, Führung und Aufweitmechanik für die jeweilige Sacklochgeometrie aus.