Für eine lange Hydraulikbohrung aus EN-GJS-500-7 war ein Enddurchmesser von Ø16,002 bis Ø16,005 mm gefordert. Die Vorbearbeitung stellt die Bohrung mit Ø15,94 +0,03 mm bereit. Damit muss das Honen sowohl den engen Durchmesserbereich als auch eine gleichmäßige Bearbeitung über die gesamte Bohrungslänge sicherstellen.
DIAHON entwickelte dafür das Einleisten-Honwerkzeug 1L16/120-T170/240 KB17. Die Kombination aus einer zustellbaren Honleiste und zwei Führungsleisten stützt das Werkzeug an drei Punkten ab. Dieses Prinzip der Einleisten-Honwerkzeuge eignet sich besonders für lange Bohrungen mit engem Maßfenster.
| Merkmal | Vorgabe |
|---|---|
| Anwendung | lange Hydraulikbohrung |
| Werkstoff | EN-GJS-500-7 nach EN 1563 |
| Ausgangsdurchmesser | Ø15,94 +0,03 mm |
| Enddurchmesser | Ø16,002 bis Ø16,005 mm |
| Bearbeitungslänge | 120 mm |
| Maschine | KADIA-Honmaschine |
| Werkzeug | DIAHON 1L16/120-T170/240 KB17 |
| Werkzeugprinzip | eine zustellbare Honleiste und zwei Führungsleisten |
Das schlanke Werkzeug besitzt eine arbeitende Honleiste und zwei gegenüberliegende Führungsleisten. Beim Zustellen drückt die Honleiste gegen die Bohrungswand, während die beiden Führungsleisten das Werkzeug abstützen und im bereits bearbeiteten Bereich führen. Die lange Kontaktzone unterstützt eine gleichmäßige Bearbeitung über 120 mm.
Die Ausführung 1L16/120-T170/240 KB17 ist auf den Nennbereich Ø16 mm abgestimmt. Das Werkzeugkonzept übernimmt die vorhandene Schnittstelle der KADIA-Honmaschine und verbindet die kompakte Bauform mit einer definierten mechanischen Führung in der Bohrung. Weitere Grundlagen zeigt die DIAHON-Seite zu Einleisten-Honwerkzeugen.
Vorbearbeitung: Die Bohrung wird mit Ø15,94 +0,03 mm bereitgestellt. Das daraus resultierende Aufmaß bildet die Grundlage für die Honbearbeitung.
Einführen: Die Führungsleisten richten das schlanke Werkzeug beim Eintritt in die Bohrung aus und schaffen eine stabile Dreipunktanlage.
Bearbeiten: Die zustellbare Honleiste übernimmt den Materialabtrag. Die Führungsleisten stabilisieren die Werkzeuglage und unterstützen die gleichmäßige Bearbeitung der langen Bohrung.
Endmaß: Das Werkzeug ist auf das enge Maßfenster Ø16,002 bis Ø16,005 mm ausgelegt. Honleiste, Führungsleisten und Zustellmechanik werden dafür als zusammenwirkendes System betrachtet.
Bei vorhandenen Einleisten-Honwerkzeugen konzentriert sich die Bewertung auf Rundlauf, Zustellkonus, Honleiste und Führungsleisten. Abweichungen am Schaft oder Konus beeinflussen die Lage der Honleiste; verschlissene Führungsleisten verändern die Abstützung in der Bohrung.
Für die untersuchten Werkzeuge umfasste das Instandsetzungskonzept das Richten des Werkzeugschafts, das Überarbeiten des Zustellkonus sowie das Läppen der Führungsflächen. Honleiste und Führungsleisten werden passend zum Werkzeug erneuert. Die DIAHON-Werkzeuginstandsetzung führt damit die geometrischen und funktionalen Elemente des Systems wieder zusammen.
Warum wird ein Einleisten-Honwerkzeug eingesetzt? Die Honleiste übernimmt den Materialabtrag, während zwei Führungsleisten das Werkzeug in der langen Bohrung abstützen. Durch die lange, definierte Dreipunktführung ist dieses Werkzeugkonzept speziell dafür geeignet, die Geradheit und Rundheit der Bohrung sicherzustellen und zugleich ein enges Endmaßfenster zu bearbeiten.
Welche Aufgabe haben die Führungsleisten? Sie bilden mit der Honleiste eine Dreipunktführung, stabilisieren die Werkzeuglage und führen das Werkzeug entlang der bearbeiteten Bohrungsoberfläche.
Welche Bereiche sind bei einer Instandsetzung entscheidend? Rundlauf, Zustellkonus, Honleiste und Führungsleisten müssen als zusammenwirkendes System geprüft und aufeinander abgestimmt werden.
Warum ist die Vorbearbeitung wichtig? Der Ausgangsdurchmesser bestimmt das verfügbare Aufmaß. Ein definierter Bereich von Ø15,94 +0,03 mm schafft die Voraussetzung für eine kontrollierte Annäherung an das Endmaß.
Das DIAHON-Einleisten-Honwerkzeug 1L16/120-T170/240 KB17 verbindet eine zustellbare Honleiste mit zwei Führungsleisten für die Bearbeitung einer 120 mm langen Bohrung aus EN-GJS-500-7. Das Werkzeugkonzept ist auf das Endmaß Ø16,002 bis Ø16,005 mm und die vorhandene KADIA-Honmaschine abgestimmt. Bei bestehenden Werkzeugen ergänzt die gezielte Instandsetzung von Schaft, Konus und Führungsflächen das Anwendungskonzept.
Zugehörige DIAHON-Rubriken: Einleisten-Honwerkzeuge und Werkzeuginstandsetzung.